Hinweise zu kommenden Veranstaltungen im Atelierhaus unter "Aktuelles".
1. Max Ernst Museum, Brühl / David Lynch - Dark Splendor
2. Biennale für Internationale Lichtkunst (Unna)
David Lynch – Dark Splendor
Raum Bilder Klang
22.11.2009 - 18.4.2010
Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigte erstmals in einem deutschen Museum Kunstwerke des amerikanischen Kultregisseurs David Lynch, der für seine bildmächtigen Filme, wie "Der
Elefantenmensch", "Blue Velvet", "Wild at heart", "Lost Highway" oder die Fernsehserie "Das Geheimnis von Twin Peaks" bedeutende Auszeichnungen erhielt. Themen, Motive und Formenrepertoire seiner
bildkünstlerischen Arbeiten und seiner Filme durchdringen sich wechselseitig.
In der Ausstellung wurden Gemälde, Aquarelle, Lithographien, Zeichnungen, Fotografien sowie eine Rauminstallation gezeigt. Parallel dazu präsentierte das Max Ernst Museum Brühl des LVR eine Reihe
kaum bekannter Kurzfilme aus der Akademiezeit des Regisseurs. In seinen verstörenden Bildern führt er den Betrachter in eine Welt, in der das Abgründige und Unerklärliche regiert. Dunkle,
gedeckte Farben, Perspektiv- und Proportions-
verschiebungen und die Kombination von Gegenständen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, zusammen im Bild jedoch eine neue Aussage ergeben, sind charakteristisch für das
bildkünstlerische Werk von Lynch.
Ständig wird die Seherwartung des Betrachters unterlaufen.
In Fotografien stillgelegter, von Rost zerfressener Industrieanlagen beschäftigt sich Lynch mit Zeit und Vergänglichkeit, aber auch Aktfotografien und irritierende Fotomontagen von dunkler,
befremdender Erotik bereichern die Fülle seiner künstlerischen Visionen.
Die vom Max Ernst Museum Brühl des LVR in Zusammenarbeit mit dem Künstler sowie der Fondation Cartier pour l'art contemporain, Paris, realisierte Ausstellung gab einen breit gefächerten Einblick
in das spannungsreiche Werk des weltbekannten Regisseurs.
Der begleitende Katalog von 352 Seiten mit 346 farbigen Abbildungen und Beiträgen von Werner Spies, Dietmar Dath, Stefanie Diekmann, Thomas W. Gaehtgens, Andreas Platthaus, Peter-Klaus Schuster
ist für 34 € im Museumsshop erhältlich.
(Text: Max Ernst Museum, Brühl, leicht verändert)
Filmvorführungen im Museum:
Eraserhead (ca. 88 Min.)
4 Kurzfilme (ca. 45 Min.):
Six Men Getting Sick (1967, 4 Min., Farbe)
Als David Lynch an der Pennsylvania Academy of Fine Arts in den späten 1960er Jahren studiert, wird er sich bewusst, dass seiner Malerei zwei Dimensionen fehlen: die Bewegung und der Ton. Sein erster Film Six Men Getting Sick ist eine Mischung aus animierter Malerei und Gipsplastik. Mit diesem Film gewinnt er den ersten Preis beim jährlichen Wettbewerb der Kunstakademie.
The Alphabet (1968, 4 Min., Farbe)
In seinem nächsten Film experimentiert Lynch weiter und kombiniert animierte mit realen Sequenzen. Mit The Alphabet und dem Drehbuch zu seinem dritten Kurzfilm The Grandmother wird David Lynch beim American Film Institute, Center for Advanced Film Studies, einer Filmhochschule in Los Angeles, aufgenommen.
The Grandmother (1970, 34 Min., Farbe)
Der Film entsteht dank eines Stipendiums des American Film Institute. Auch in diesem Film werden teilweise animierte Bilder verwendet. Diese drei Kurzfilme sind bereits von einer für Lynch typischen filmischen Handschrift geprägt. Es herrscht eine mysteriöse Atmosphäre und eine surreal anmutende organische Bildwelt irritiert die Betrachter.
The Amputee (1973, 4 Min., Schwarz-Weiß)
Eine Frau mit amputierten Beinen schreibt einen Brief an einen Freund aus der Vergangenheit, währenddessen ihre Beinstümpfe von einem Arzt versorgt werden, von dem sie keinerlei Notiz nimmt.
In diesem Film beschäftigt sich Lynch mit dem ambivalenten Beziehungsgeflecht zwischen zwei Menschen. Zum ersten Mal erscheint er auch vor der Kamera.
(Texte: Max Ernst Museum, Brühl)
Die Sammlung - Max Ernst
Die Präsentation umfasst rund siebzig Schaffensjahre von Max Ernst: die dadaistischen Aktivitäten im Rheinland, die Beteiligung an der surrealistischen Bewegung in Frankreich, das Exil in den USA
und schließlich die Rückkehr nach Europa im Jahr 1953. Neben Bildern aus der Frühzeit verfügt das Max Ernst Museum über die ehemalige Sammlung Schneppenheim, die nahezu das gesamte grafische Werk
von Max Ernst umfasst. Ein weiterer Höhepunkt und zugleich "Herzstück" der Ausstellung sind die 36 "D-paintings", Geburtstags- und Liebesgeschenke von Max Ernst an seine Frau, die Künstlerin
Dorothea Tanning, mit der er über drei Jahrzehnte lang verbunden war. Schließlich ist ein einmaliges Konvolut von über 700 fotografischen Dokumenten Bestandteil der Sammlung, die das Leben des
Künstlers nachzeichnen.
Neben der Sammlung des Max Ernst Museums sind darüber hinaus umfang- reiche Dauerleihgaben der Kreissparkasse Köln zu sehen:
Ein einmaliges Ensemble von über 70 Plastiken erschließt das bildhauerische Werk über Jahrzehnte hinweg; sie stammen aus der persönlichen Sammlung des Künstlers.
(42 Bilder)
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Besuch des Zentrums für Internationale Lichtkunst und open light in privat spaces in Unna.
Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Ende Mai 2001 in der ehemaligen Lindenbrauerei Unna eröffnet, findet die Lichtkunst hier eine Präsentationsfläche, wie sie faszinierender und wirkungsvoller nicht sein könnte: Weithin sichtbar durch seinen 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein bietet sich dieser zeitgenössischen Kunstform tief unter der Erde eine Fläche von insgesamt 2.400 Quadratmetern. Die labyrinthischen Gänge, Kühlräume und Gärbecken dieser einstigen Braustätte, in der zwischen 1852 und 1979 das traditionsreiche Linden-Adler-Pils gebraut wurde und die heute zu den insgesamt 25 so genannten Ankerpunkten der Route der Industriekultur" zählt, werden nun künstlerisch inszeniert und in neue Bedeutungshorizonte überführt.
(Text: Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna)
open light in private spaces ist der Titel der weltweit ersten Biennale für Internationale Lichtkunst, die vom 28. März bis 27. Mai im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 stattfand. 60 Einwohner der Städte und Gemeinden Bergkamen, Bönen, Fröndenberg/Ruhr, Hamm, Lünen und Unna öffneten ihre privaten Räumlichkeiten für die Werke international renommierter KünstlerInnen.
In jeder der sechs beteiligten Städte waren jeweils zehn Privaträume zu besichtigen.
(64 Bilder)
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